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Das Content Marketing der Sprachassistenten in Detail – Intent Marketing

In den letzten Dekaden hat der Mensch gelernt, durch den Bildschirm für das Auge und die Tastatur für die Hände, mit der Technik zu kommunizieren. Diese Form der Kommunikation unterliegt jedoch hohen Nutzungsbarrieren und ist alles, aber bestimmt nicht natürlich und oft auch nicht effizient.

Die rasant zunehmende Nutzung digitaler Sprachassistenten wie Amazon Alexa und Google Assistant machen es nun immer besser möglich auf die barrierefreieste, natürlichste und vor allem emotionalste Art und Weise die Technik zu nutzen, nämlich Sprechbar und Hörbar. Dennoch ist Smart Voice nicht die nächste große Nutzerschnittstelle, da eine vollständige Sprechbarkeit in vielen oder sogar in den meisten Anwendungsfällen, nur bedingt oder gar nicht umfassend funktionieren kann. Ebenso ist Smart Voice kein eigenes Ökosystem an Geräten, weil die Bedienung der Geräte nicht das Vorhandensein einer Sprachschnittstelle bedingt, aber sehr wohl die Anwendung an bestimmten Punkten extrem verbessern kann.

Diese Entwicklung erfordert an vielen Stellen ein um- und weiterdenken, da viel bisher erlerntes nun neu gedacht werden muss. Einfach nur bereits „Digital“ zu sein, reicht nicht um in dem Marktsegment „Smart Voice“ gerecht zu werden. Jegliche Entwicklungsmethoden, Prozesse und Inhalte sind aktuell nicht für Sprechbarkeit über digitale Sprachassistenten ausgelegt. Diese Entwicklungen und Definitionen finden jetzt und in den kommenden Jahren statt. So natürlich auch und besonders im Marketing.

Marketing mit Absichten

Es kommt im Smart Voice Marketing überhaupt nicht darauf an, eine Sprachanwendung wie einen Alexa Skill oder eine Google Action zu vermarkten, sondern es geht darum zu entdecken wie man „in und über“ Smart Voice vermarktet.

Entsprechend macht es auch nur sehr wenig Sinn sich mit Design und Programmierung von Sprachanwendungen zu beschäftigen, wenn Wirkungen und Eigenschaften von Smart Voice / digitalen Sprachassistenten noch gar nicht verstanden wurden und noch gar nicht mit den Maßnahmen zur Erreichung der Marken- und Unternehmensziele in Einklang gebracht wurden. Das wäre so als würde man ein Auto kaufen ohne es zu wissen was man damit anfängt.

Marketing in und über Smart Voice ist Content Marketing in einem sprechbaren Dialog zwischen Mensch und Maschine, jedoch in einer spezielleren Form, dem Intent Marketing.

Intent Marketing bedingt das Vorhandensein ausführlicher Erfahrungsdaten über den Nutzer, wie auch die „Absicht“ (=sein Ziel) des Nutzers. Beides bringen digitale Sprachassistenten erstmalig in die tägliche Nutzung von Medien mit, da Sprache und Handeln des Menschen nun mal auf Absichten basiert (Intents) und die Systeme darauf ausgelegt sind, so viel Daten über ihre Nutzer zu erfahren wie nur möglich, um die virtuellen persönlichen Assistenten zu sein, für die sie erdacht wurden.

Der Ausgleich des Menschen

Absichten / Intents sind Bedürfnisse / Wünsche / Ziele die der Mensch sich erfüllt um sich auszugleichen. Wer Hunger hat, will statt werden. Wem kalt ist, wird sich aufwärmen. Wer sich hässlich findet, will sich schöner sein. Und vieles mehr…

Absichten/Intents – Beispiele: Sozialer Status, Kontrolle, Sicherheit, Mobilität, Sex, Spaß, Ruhe, Spannung, Reichtum, Liebe, Anerkennung, Gesundheit, Spannung, Ablenkung, Entspannung, Geborgenheit, warme Füße, Erinnerungen……

Die möglichen Absichten / Intents des Menschen sind vielfältig und ein jeder Marketingtreibende muss im großen Teich der Absichten die richtigen Intents zu seinen Produkten und Dienstleistungen herausfiltern um sie über entsprechende Smart Voice Inhalte und Prozesse an den Menschen zu bringen und zum „Punkt der Erfüllung“ zu machen.

Diese Absichten haben recht wenig bis Garnichts mit den aus dem Online Marketing „User-Intents“ gemein, da „Navigational, Informational, Transaktional“ allesamt keine menschlichen Intents sind, sondern maximal nur formale Kategorien für Intents. Wenn etwas in das emotionale Gehör nicht reinpasst, dann ist es Formalität. Das Auge ist in der Datenverarbeitung bis zu einhundert Mal schneller als das Gehör und damit viel zu schnell für unser Gehirn um emotional sein zu können. Daher erkennt der Mensch zum Beispiel auch Lügen über das Hören besser als über das Sehen. So heißt es ja auch „SAG mir die Wahrheit“ und nicht „Zeig mir die Wahrheit!“.

Doch auch die aus dem SEO bekannten User-Intents drücken schon den Kern von Intent Marketings aus, die Suche des Menschen nach Sicherheit durch Kontrolle, also die Suche nach Ausgleich.

  • Navigational > Orientierung
    These: Niemand fragt nach dem Weg weil er wissen will wo er ist, sondern weil er an ein Ziel kommen will!
  • Informational > Verständnis
    These: Niemand informiert sich um etwas zu lernen, sondern um etwas zu verstehen!
  • Transaktional > Erfüllung
    These: Niemand möchte Geld ausgeben, sondern sein Bedürfnis stillen!

Das Ziel sich auszugleichen, bestimmt die Mentalität / das Denk- und Verhaltensmuster (Mind-Set) des Menschen!

Was würde ein verliebter Mensch und was ein enttäuschter Mensch in den Lückentext schreiben?

Ich _ _ _ _ e dich !

So wäre die Annahme dass ein verliebter Mensch in einem Onlineshop nach einem schönen Geschenk für den geliebten Menschen suchen würde um sich an der Freude des Beschenkten zu erfreuen. Ein enttäuschter Mensch vielleicht eher eine Pistole um sich am Leid des anderen auszugleichen!?

Ganz so Schwarz-Weiß ist es natürlich nicht, aber dennoch…. Da Sprache maximal emotional und situativ ist, ist es ein richtiger Gedanke dies auch in die zu gestaltenden Prozesse und Inhalte mit einfließen zu lassen. Den Nutzer also danach zu Fragen „wie es ihm heut so geht“, ist gar kein so schlechter Gedanke, auch wenn es pauschal erst mal recht platt klingt. Nicht nur weil er direkt und persönlich angesprochen wird, sondern weil sein Mind-Set in gewissen Zügen vielleicht auch bereits erkennbar ist.

Stehen dann auch noch Erfahrungsdaten über den Nutzer zur Verfügung, so ist Möglichkeit vorrausschauend in Erfahrung bringen zu können „was der Nutzer wirklich will“, schon recht hoch. Echtes „Big Data“ in Verbindung mit „Predictive Analytics“ kann den Knoten lösen um dem Nutzer die Dinge zu servieren die er wirklich will.

Absicht = Vorsatz durch bestimmtes Verhalten einen emotionalen Ausgleich herbeizuführen

Grundsätzlich muss man bei Absichten / Intents unterscheiden ob es sich um eine „Implementierungsintention“ oder eine „Zielintention“ handelt um einen passenden Smart Voice Prozess und seine Inhalte zu gestalten.

Eine Zielintention beschreibt das Erreichen eines Ziels um den Menschen emotional auszugleichen. Dies könnte z.B sein „zu einer Darmkrebsvorsorgeuntersuchung zu gehen“ oder „in den Urlaub zu fahren“.

Eine Implementierungsintention beschreibt im Gegensatz zur Zielintention „den Weg zum Ziel“. Im Falle der eben genannten Beispiele könnte das sein „mehr aus seine Gesundheit zu achten“ oder „sich mehr Zeit für die privaten Dingen zu nehmen“.

Studien haben gezeigt dass Menschen die Implementierungsintentionen als Absicht formulieren, diese auch eher / öfter umsetzen als reine Zielintentionen. Der Grund dafür könnte darin liegen dass eine Zielintention sich in der Regel an nur einer einzigen Möglichkeit festmachen lässt um sie zu erreichen. Eine Implementierungsintention dagegen gibt dem Menschen viele Möglichkeiten diese umzusetzen.

Überträgt man diese Erkenntnisse ins Marketing, so erkennt man eigentlich recht schnell das die Ansprache eines Nutzer zielführender ist, ihn eben nicht zum Ziel zu führen, sondern ihm lediglich einen Hinweise zu geben wie er sein Ziel erreichen könnte.

Aus solchen Angeboten wie „Kauf dir diese passenden Sportschuhe!“, sollte also eher werden „Du wolltest doch mehr für deine Gesundheit tun!“.

Klar, dies ist eine Annahme die es zu beweisen gilt. Dabei gibt es im Marketing bereits viele positive Beispiele für Intent Marketing, wenn auch nicht im Smart Voice Kanal. So transportiert zum Beispiel Hornbach in vielen seiner Werbespots stets die Aussage „Verwirkliche dich!“. Gleiches macht erfolgreich der beliebte Schokoriegel „Snickers“ ebenfalls schon lange und wer kennt nicht den Satz „Du bist nicht Du wenn du hungrig bist!“. Eigentlich macht das Marketing an vielen Stellen bereits Intent Marketing, nun muss dies jedoch in einen noch zu lernenden / verstehenden Kommunikationskanal der digitale Sprachassistenten übertragen und angepasst werden um zielführend zu sein. Doch dazu braucht es nun mal offene Geister und auch einen Schritt zurück um den bequem geworden SEO-Marketingsessels verlassen zu können.

Machen

Stimme und Gehör funktionieren nun mal Grundgegensätzlich zum Auge und müssen daher auch gänzlich anders bedient werden. Auch die Methoden des VUI Design (Voice User Interface Design) werden aktuell noch entwickelt und bringen noch viele neue Aspekte für die Gestaltung mit.

Die Gestaltung von Smart Voice Inhalten Prozessen darf dabei jedoch nicht „Voice Only“ sein, sondern muss „Voice First“ heißen und muss damit multimodal sein, denn je nach Anwendungsfall, ist „nur Sprache“ oft nicht ausreichend, oder gar überhaupt nicht möglich, weil die Umgebung es zum Beispiel überhaupt nicht hergibt störungsfrei zu Sprechen und zu Hören.

Der Datenschutz machts möglich?

Vielleicht ist Intent Marketing an manchen Stellen vielleicht sogar der nötige Rettungsanker für das Marketing.
Da sich die Nutzung persönlicher Daten derzeit als zunehmend schwieriger darstellt, könnte man annehmen dass auch das Intent Marketing, damit seine Existenzgrundlage verliert, da es ja eigentlich das Vorhandensein persönlicher Erfahrungsdaten laut Definition bedingt. Denkt man dies aber weiter und stellt sich ein Intent Marketing ohne persönliche Daten vor, so ergibt sich noch immer ein attraktiver Kanal zum Nutzer, auch wenn die exakte persönliche Adressierung des Nutzers nicht mehr so direkt ist wie mit persönlichen Nutzerdaten und damit wieder Streuverluste und Zielgruppen statt Zielpersonen entstehen. Hm!?


Intent Marketing – Die Position Null des Content Marketings und der digitalen Sprachassistenten

Was passiert da grade…

Eigentlich passiert es in den USA schon seit 2015 und in Deutschland seit 2017. Digitale Sprachassistenten wie Amazon Alexa, Google Assistant oder Apple Siri bewirken rasanterfolgreich das die Nutzer immer weniger tippen und stattdessen immer mehr sprechen. Die beliebte Smartphone App Whatsapp ist das beste Beispiel. Die Menschen sprechen statt tippen die Nachrichten in diese Messenger App, weil die Eingabe per Stimme in vielen Anwendungsfällen nun mal 3 bis 5 Mal schneller geht und damit bequemer ist.

Das was Apple mit ihrem geschlossenen Sprachassistenten Siri 2011 nicht am Markt auslösen konnte, hat Amazon mit dem Sprachassistenten Alexa und dem zugehörigen smarten Lautsprecher Amazon Echo 2015 bewirkt. Der Auslöser dafür war weniger der Sprachassistent und seine oft noch rudimentären Fähigkeiten, als vielmehr die Gadget Verrücktheit der Menschen die mit smarten Lautsprechern eine neue Gerätegattung erhielten, den Wlan-Lautsprecher und eine Flut an weiteren Geräten die durch digitale Sprachassistenten steuerbar wurden. Damit haben digitale Sprachassistenten den Markt für Smart Home geradezu etabliert und damit ist die aktuelle Killeranwendung für digitale Sprachassistenten auch Smart Home, alleine schon deshalb weil die noch eingeschränkte Intelligenz der digitalen Sprachassistenten für Smart Home Anwendungsfälle in der Regel bereits ausreicht.

Fakt ist, das immer mehr Geräte auf dem Markt erscheinen in denen ein digitaler Sprachassistent bereits implementiert ist, so das smarte Lautsprecher sehr wahrscheinlich nur noch eine Nebenrolle spielen oder gar ganz verschwinden werden, da die virtuellen Helferlein überall sein werden, egal ob Auto, Kaffeemaschine oder Toaster. Entsprechend ist Smart Voice kein eigenes Ökosystem an Geräten, sondern stets immer nur Teil anderer Ökosysteme, wie z.B von Haushaltsgeräten oder in Kraftfahrzeugen etc. Kaum ein Gerät bedingt einen digitalen Sprachassistenten, erweitert das Gerät aber um sinnvollen Fähigkeiten, macht es eben „smarter“.

Im Jahr 2020 sollen ca. 50% der Suchanfragen bei google eingesprochen werden sein (=Smart Voice Only In) und ein Viertel der Weltbevölkerung soll in irgendeiner Form (Multimodal oder Smart Voice Only) digitale Sprachassistenten nutzen. Ob eine Antwort (Smart Voice Out) vom Sprachassistenten dann Multimodal oder Voice Only erfolgt, ist unklar.

Wie bist du denn drauf?

Menschen sprechen wie ihnen der Schnabel gewachsen ist und kommen dabei gerne von „Hölzchen auf Stöckchen“. Sie sprechen in ganzen Sätzen, natürlich, menschlich, fehlerbehaftet und vor allem in „Absichten“ (Intents). Denn so sprechen, handeln und denken die Menschen, in Absichten! Niemand will die Bohrmaschine kaufen, sondern das Loch in der Wand (Henry Ford), was jedoch auch nicht ganz wahr ist, denn der Mensch will eigentlich das Bild an der Wand um sich damit wohler zu fühlen, sich „auszugleichen“. Dieses Bedürfnis nach Ausgleich bestimmt das „Mind-Set“ eines jeden Menschen, ob er will oder nicht!

„Das Bedürfnis des Menschen nach Ausgleich bestimmt seine Absichten, sein Mind-Set!“

Die rasant zunehmende Nutzung gesprochener Sprache die sich nach Absichten/Intents richtet, erfordert ein um- und weiterdenken an vielen Stellen im Marketing, erst Recht in der Gestaltung von Inhalten und Prozessen jeglicher Art, denn jegliche bisher entwickelten Inhalte und Prozesse sind nicht für die Nutzung mit gesprochener Sprache und auf Absichten/Intents ausgelegt.

Daher ist die Versprachlichung von Inhalten und Prozessen die aller, aller, aller, aller, aller, aller, aller, allererste Aufgabe die es zu tun gilt um den Kanal „Smart Voice“ im Marketing überhaupt bespielen zu können. Das hat mit der Programmierung einer Sprachanwendung oder eines Voice Brands, beziehungsweise einer Brand Voice erst mal rein und absolut Garnichts zu tun. Ebenso ist die Programmierung einer Sprachanwendung nur eine, und nicht die wichtigste Stellschraube von vielen im Bezug zu Smart Voice und digitalen Sprachassistenten. Denn….

„…es geht nicht darum Sprachanwendungen zu vermarkten, sondern um die Vermarktung IN den Sprachanwendungen!“

Ja, natürlich muss der Nutzer aktuell noch in die Welt der Sprachassistenten geholt werden, jedoch ist dieses Onboarding nicht die Kernfrage, sondern eine eher unwichtige Randaufgabe, da die Nutzung von digitalen Sprachassistenten mit der Zeit eh von alleine eine Normalität wird, beziehungsweise an vielen Stellen ja auch schon ist. Gleiches gilt für Voice Brands, also dem Klang der Marke, denn eine Marke kann erst dann klingen, wenn es einen zum Nutzer Touchpoint gibt und nicht vorher.

Die Verbindung zwischen Stimme und Ohr ist nicht nur die Barriere freieste Form der Kommunikation für die Menschen, sondern auch noch die Emotionalste. Entsprechend werden Fauxpas in der Kommunikation über das Ohr auch sofort und hart von Nutzer abgestraft. Nun kommen auch noch die digitalen Sprachassistenten daher und bringen einen extrem hohen Grad an Personalisierung ihrer Nutzer mit. So wird aus einer Zielgruppe nun auch noch eine hochgradig personalisierte Zielperson, die in natürlicher Sprache Absichten in die Maschine äußert.

Dies alles sind die Bedingungen für eine spezielle Form des Content Marketing, dem Intent Marketing. Das Marketing / Content Marketing muss sich also von der Frage „Wer ist der Nutzer?“, nun weiterentwickeln und auch die Frage beantworten „Was will der Nutzer?“.

Was ist dein Problem?

Die Absicht des Nutzers / der User Intent, ist ja kein neuer Begriff im Online Marketing, jedoch wurde dies bisher nicht nur viel zu wenig, sondern auch viel zu formal und auch nur mit einem Inkassoziel gesehen. Dabei muss es unabdingbar das Ziel sein dem Nutzer den Ausgleich zu geben den er mit seiner Absicht verfolgt und das wird nie, nie, nie, nie, nie… das ausgeben von Geld sein!

Wenn es also an der Kasse klingelt, muss der Nutzer das Gefühl haben seinen Ausgleich erreicht zu haben und nur einfach z.B einen Hammer gekauft zu haben. Vielmehr ist der gekaufte Hammer das Symbol für die schönen Sonntage die der Mensch mit seiner Familie in der selbst zusammengezimmerten Gartenhütte haben wird. Mit dem Hammer schafft sich der Nutzer einen Ausgleich. Jeder einzelne noch so kleine Moment im Leben (=Micro-Moment) bestimmt das Handeln des Menschen nach Ausgleich. So natürlich auch in der Reise des Nutzers durch einen Prozesse, wie der Customer Journey: Navigational, Informal und Aktional.

Jedoch sind genau diese 3 bereits bekannten User-Intents zu kurz gedacht, denn kein Nutzer hat je die Absicht „irgendwohin zu navigieren“ oder „etwas zu bezahlen“. Denkt man einen Moment über diese drei User-Intents nach, fällt schnell auf das jeder dieser Absichten ausschließlich dazu dient dem Menschen die Kontrolle geben über die Situation zu geben. Kontrolle heißt Sicherheit sich Absicht erfüllen zu können die der Mensch sich wünscht.

„Der Mensch sucht stets nach Sicherheit durch Kontrolle um sich auszugleichen!“

Der Mensch braucht Kontrolle um sich sicher zu fühlen und damit seinen Ausgleich zu schaffen. Problem: Genau diese Kontrolle hat das Marketing in seiner bisherigen Form durch oft strunz dumme und undurchsichtige Inhalte und Prozesse dem Nutzer entzogen und damit das Vertrauen beim Nutzer großflächig verspielt.

Wann ist der Mensch bereit Kontrolle abzugeben? Richtig, wenn er Vertrauen hat! Wie gewinnt man Vertrauen? Richtig, durch Emotionalität! Was ist der emotionalste Kommunikationskanal zum Menschen? Aha… das sind wir wieder, bei der Stimme und dem Gehör. Schließlich sind die ersten Wahrnehmungen des Menschen die Herztöne und die Stimme unserer Mutter.

Intent Marketing bringt dem Marketing nun das nötige Rüstzeug mit um auf dem emotionalsten Kommunikationskanal des Menschen wieder mit Vertrauen punkten zu können. Doch Achtung, wer hier betrügt und bemerkt wird, kassiert beim Nutzer einen nie wieder einzuholenden Vertrauensverlust und ist damit schlicht auf ewig weg vom Fenster.

Ohren auf!

Jede einzelne Aktion eines Nutzer ist ein Nutzer-Signal (User Signal). In der Nutzung natürlich gesprochener Sprache ist jedes dieses Signal jedoch nicht mehr eindeutig, sondern Mehrdeutig, da Sprache nun mal extrem von der Situation abhängig ist. Content ist König, jedoch ist Kontext Gott! Ein und der Gleiche Satz kann je nach Kontext, Situation und Betonung grundverschiedene Aussagen haben. Das Gegenteil von „Haare wachsen“ ist „Haare wachsen“!

Wer Intent Marketing betreiben will, muss wissen wie Sprache, Stimme, Gehör funktionieren und Inhalte und Prozesse versprachlichen. Doch auch damit noch nicht genug. Der persönliche virtuelle Assistent der Sprechen kann, ob er Alexa oder auch Siri heißt, bringt einen großen Grad an Personalisierung mit sich und damit entsprechende Erfahrungsdaten die interpretiert werden wollen um den „Punkt der Erfüllung“, also diese eine optimalste Information für des Nutzers Absicht, vorauszuahnen. Um dies zu erfüllen braucht das Intent Marketing eine Glaskugel in Form einer vorrauschauender Analyse „Predictive Analytics“. Nur wenn der Absicht des Nutzers am nächsten kommt, wird auch der Punkt der Erfüllung beim Nutzer.

Fakt ist, das sich das Nutzerverhalten ändert und sich damit das Marketing verändern muss. Dieses Marketing heißt Intent Marketing und ist nicht erst morgen, sondern schon heute. Es ist über die letzten Jahre zu gemütlich geworden SEO-Marketing Sessel, das ändert der Nutzer und der digitale Sprachassistent nun wie ein Krümel auf dem Bettlacken. Zeit also aufzustehen und Intent Marketing und vor allem die Absicht des Nutzers wirklich verstehen zu wollen. Belohnt wird diese Mühe mit einer extrem langen Bindung an den Nutzer.

Hat das Marketing Geschmack am Intent Marketing Keks gefunden, wird es auch von ganz alleine auch zu solchen Begriff wie Headless CMS finden. Also im Grunde der anstehenden wirklich Revolution des Internets aus dem Internetadressen nur noch Informationslieferanten der Nutzerabsichten sind und der Kanal ein jeder, eben auch Smart Voice sein kann.


+ Voice Brand / Brand Voice für digitale Sprachassistenten: Der richtige(?) zweite Schritt vor dem Ersten!?

Das Marketing macht sich inzwischen definitiv viele Gedanken zur Sichtbarkeit einer Marke über den Kanal/das Ökosystem der digitalen Sprachassistenten wie Alexa, Siri oder Google Assistant. Dabei stellt sich jedoch die Grundfrage ob das Marketing die Wirkungen und Eigenschaften digitaler Sprachassistenten überhaupt schon verstanden hat!?


Die Statistik für das Intent Marketing – Predictive Analytics

Wie funktioniert Predictive Marketing?

Jede Nutzerinteraktion, die ein Nutzer vursacht, sei es über eine E-Commerce-Website oder Social Media, wird verfolgt und gespeichert. Prädiktive Lösungen greifen dann tief in diese Erkenntnisse ein, um logische nächste Schritte festzulegen und Maßnahmen vorherzusagen.

Predictive Analysen sind entscheidend für die Entwicklung und Umsetzung personalisierter Marketingstrategien. Um wirklich personalisierte Kauferlebnisse für die Nutzer zu schaffen, benötigt man tiefe Einblicke das Nutzerverhalten und muss dann in der Lage sein, einzigartige Inhalte entsprechend zu generieren und bereitzustellen. Wenn die Verbraucher diese benutzerdefinierten Inhalte in nahezu Echtzeit erhalten, erhöht dies die Effizienz der Bemühungen des Marketings erheblich.

Schlüsseltypen von Predictive Marketing Lösungen

Es gibt mehrere Arten von prädiktiven Lösungen und Anwendungsfällen, einschließlich:

– Vorausschauende E-Mail-Empfehlungen: Prädiktive Lösungen können Verbrauchern gezielte E-Mail-Empfehlungen liefern, indem sie ihren bisherigen Einkaufsverlauf, ihre E-Mail-Verlustraten und die historischen Affinitäten ähnlicher Verbraucher analysieren. Andere Arten von Empfehlungs-E-Mails umfassen aufgegebene Warenkorbkampagnen, Post-Purchase-Kampagnen und aufgegebene Browserkampagnen.

– Vorausschauende Web-Empfehlungen: Wenn ein Verbraucher eine Online-Website besucht, kann die Predictive Analytics Ansichten, CTAs und Messaging anpassen, um ein personalisierteres Einkaufs- oder Browsererlebnis zu schaffen. Dies kann das Platzieren bestimmter empfohlener Produkte oder das hinzufügen einer Seitenleiste mit „häufig zusammen gekauften“ Artikeln oder sogar eines Empfehlungspanels ähnlich dem, was in einer E-Mail zu sehen ist, beinhalten.

– Vorausschauende mobile Empfehlungen: Das Beste an fortschrittlichen prädiktiven Marketinglösungen ist, dass sie alle vollständig entwickelt und für den mobilen Einsatz bereitgestellt werden. Da immer mehr Online-Einkäufe über mobile Geräte abgewickelt werden, ist es wichtig, prädiktive Technologien zu evaluieren, die präzise prädiktive Erkenntnisse und Verbraucherempfehlungen über mobile Apps oder Browser liefern können.

Warum Marketingspezialisten Predictive Marketing Technologie benötigen

Wenn die Verbraucher technisch versierter und markenbewusster werden, werden sie sich auch ihrer Möglichkeiten bewusst. Es gibt jetzt ganz neue Wege, Marken und Kanäle, und traditionelle Einzelhandelsmarken müssen mit diesen Veränderungen Schritt halten können. Die prädiktive Technologie bietet die notwendigen Werkzeuge, um den Sprung in die Personalisierung zu schaffen und sich der nächsten Generation von Marketing und Kundenbindung voll und ganz anzuschließen.

Marketingspezialisten können die prädiktive Technologie nutzen, um:

– Steigerung des Umsatz- und Marketing-ROI. Die Verbraucher reagieren eher auf personalisierte Nachrichten und Inhalte, die speziell auf ihre Kaufpräferenzen zugeschnitten sind. Mit einer vorausschauenden Technologie verwandeln Marketingspezialisten vergangene Einkaufstrends in zukünftige Kauferlebnisse.

– Schaffen Sie Stammkunden, indem Sie eine Kultur der Markentreue aufbauen. Kunden wissen, wann sie als Individuum behandelt werden. Wenn Marketingteams die Zeit und Ressourcen in die Erstellung von 1:1, personalisierten Marketingerlebnissen investieren, ist die Rendite markentreue Stammkunden, die mit ihrem Kundenerlebnis zufrieden sind.

– Positiver Einfluss auf das Kundenerlebnis während der gesamten Custoimer Journey. Prognoselösungen basieren auf einer großen Menge an Kundendaten, was wiederum eine Vielzahl anderer Marketingstrategien beeinflusst, von Automatisierungslösungen bis hin zu detaillierten Berichten und Erkenntnissen. Kunden geben gerne personenbezogene Daten als Gegenleistung für die personalisierten Einkaufserlebnisse, die vorausschauende Lösungen bieten können.

– Bauen Sie echte Omnichannel-Kundenreisen auf. Die Konsumenten von heute beschäftigen sich nicht mehr nur über eine Website mit einer Online-Marke. Predictive Analytics kombiniert die verschiedenen Facetten von Web, E-Mail und Mobile zu einem ganzheitlichen Einkaufserlebnis, das unabhängig von Kanal und Plattform konsistent ist.

Wie man Predictive Marketing erfolgreich einsetzt

Jetzt, da Sie besser verstehen, was Vorhersagetechnologie ist und wie sie sich auf die personalisierte Marketingstrategie einer Marke auswirken kann, ist es an der Zeit zu untersuchen, wie Marketingspezialisten eine Predictive Recommendation Engine tatsächlich in der täglichen Marketingstrategie einsetzen können. Glücklicherweise sind prädiktive Lösungen größtenteils darauf ausgelegt, jeden Aspekt der Marketingstrategie zu beeinflussen, was es einfach macht, einen Weg zu finden, prädiktive, personalisierte Inhalte in jede Strategie zu integrieren. Hier sind nur einige Möglichkeiten, wie Sie die Vorhersagetechnologie in den täglichen Marketingablauf integrieren können:

– Personalisierte Empfehlungen, die auf den Einkaufsvorlieben der Verbraucher basieren.
– Verbesserte Online-Einkaufserlebnisse, die sich ständig ändern und aktualisieren.
– E-Mail-Kampagnen in Echtzeit, optimiert für maximale Konversionen.
– Maßgeschneiderte Anreize und Promotionen zur Umsatzsteigerung.


+ Der Wandel des Marketings hin zum Intent Marketing

Jaja, das nächste Buzzwort um einen auf dicke Hose zu machen, oder? Nicht wirklich, die ersten Gedanken zu Intent Marketing (= User Intent based Marketing) wurden schon vorüber 10 Jahren gemacht, als die Branche noch fleißig dabei war sich in Messbarkeit und Nutzererkennung zu verlieben und im Grunde bis heute dabei geblieben ist.


+ Intent Marketing in der Summe

Die Welle der digitalen Sprachassistenten wie Amazons Alexa oder Googles Assistant schwappt seit Anfang 2017 über deutsche Landen und glaubt man vielen Redaktionen und Dampfplauderern, könnte man den Eindruck haben das der Markt sich in einem Hype befindet.


+ Die Zeit ist gekommen für Intent Marketing

Der Mensch kommuniziert mit Medien auf eine unnatürliche Art und Weise. Der Mensch muss sich der Maschine anpassen um mit ihr kommunizieren zu können. Nicht nur das der Nutzer mit Tastatur, Touchpad, Maus und Bildschirm umgehen können muss, er muss auch noch die unterschiedlichste Software bedienen können und mit der Technik komplett formalen Prozesses und erlernten Sprachen umgehen können.