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Google-Update BERT bringt den digitalen Sprachassistenten den Durchbruch

Obwohl digitale Sprachassistenten schon länger als der „heiße Shit“ in aller Ohren sind, bewegen sich die Unternehmen doch mehr als langsam bis gar nicht in Richtung Smart Voice. Außer einigen meist eher unbeholfenen Voice App Entwicklungen, ist trotz großen Interesses auf der Seite der Unternehmen, nicht wirklich viel passiert. Klar, bisher haben sich digitale Sprachassistenten nicht schmerzlich auf andere Marktsegmente ausgewirkt und diese unter Druck gesetzt. Ebenso kann der Markt aktuell mit nur wenigen, in Smart Voice erfahrenen Entwicklern und Designern, die Unternehmen bedienen. Mit dem kommenden Google-Update BERT ändert sich der Entwicklungsdruck auf die Unternehmen und Marken jedoch massiv, auch ohne in die Glaskugel schauen zu müssen.

Während die Smart Voice Branche, durch die großen von Amazon angetrieben Anfangserfolge sich selbst feiert und Googles Entwicklungen der Suchmaschine in Verbindung zu Google Assistant und Sprechbarkeit weitestgehend ignorierte, ignorierte das Marketing (mit Ausnahmen) ebenfalls recht erfolgreich die Entwicklungen in Smart Voice. Die typisch deutsche Innovationszurückhaltung war mal wieder das Gebot. Eine Mischung aus Angst, Überheblichkeit und Dummheit die nun zum Glück in Innovation und Aktion umschlagen muss und wird.

Der Gamechanger heißt nun mal wieder „Disruption“. Genau dies löst das Google Update BERT durch den Anspruch auf das „eine optimalste sprechbare Ergebnis“ (Punkt der Erfüllung / Position Zero) von Inhalten und Prozessen aus und wird die Rankings der Suchmaschine neu sortieren. Das setzt die Unternehmen entsprechend in Richtung „Sprechbarkeit“ unter Druck und ist damit das auslösende Element um den Markt der digitalen Sprachassistenten für die Unternehmen zu öffnen. Der Zaunpfahl könnte nicht größer sein den Google in den letzten 2 Jahren in Richtung Sprechbarkeit und persönliche virtuelle Assistenz mit Google Assistant geschwungen hat, dennoch blieben viele Schuster bei ihren Leisten. Das geht nun nicht mehr ohne Verluste hinzunehmen. Ich sag mal „Juhu!“ und meine es dabei absolut und durchaus mehr als Positiv 😉 Natürlich bleibt die Frage offen wann BERT auch Europa und Deutschland erreichen wird.

Der Kern der Innovation wird und muss dabei der Kern der natürlich gesprochenen Sprache sein, die „Absichten“ (Intents). Aus der Analyse von Text, wird nun die Analyse des situativen emotionalen Kanals der Stimme und des Gehörs. Nicht zu verwechseln mit den bereits bekannten formalen Intents (Informational, Navigational, Transactional, Commercial) der SEO Welt, welches keine menschlichen Intents der natürlich gesprochenen Sprache sind.

Die Effekte und Wirkungen von BERT sind noch nicht absehbar, werden aber mit grade zu tödlicher Sicherheit so nah der Stimme/dem Gehör liegen wie noch nie und für den Smart Voice Kanal und damit für alle digitale Sprachassistenten die grundlegendste Informationsquelle überhaupt. Da dürfte es Amazon dem erst kürzlich aufgesetzten Motivationsprogramm für Nutzer zum sammeln von Fragen und Antworten, mehr als schwer haben.

Die „Sprechbarkeitsmachung“ von Inhalten und Prozessen wie z.B. der Customer Journey steht spätestens mit dem Ausrollen von BERT im Raum. Zum Glück übt Google mit seinen Entwicklungen einen entsprechend großen Entwicklungsdruck bei den Unternehmen aus um Sprechbarkeit nun auch wirklich überall im Markt ankommen zu lassen. Eine Druck den die Smart Voice Branche selbst bisher nicht ausüben konnte, natürlich auch weil sie schlicht kaum bis keine wirklichen Lösungen anbieten konnte und wie bereits erwähnt, sich Smart Voice bisher auch kaum disruptiv auswirkte.
Danke Google!